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Zweit Blog

[Gothic-Elfe]
Designer
20. Dezember 2007

Manchmal versucht man einfach die Haltung zu bewahren, weil einem nichts anderes übrig bleibt. Weil man nichts anderes tun kann, um seine Würde zu behalten. So war es zumindest an diesem Tag.

Wir trafen uns immer wieder. Redeten, küssten uns, taten all die Dinge, die Verliebte nun einmal so tun, wenn sie allein sind. So ist das halt. Er brachte mich oft zum Lachen, aber noch viel häufiger zum Glühen. Das fiel ihm auch nicht schwer, schließlich reichte ein Blick. Von außen waren wir ganz normale Freunde. Niemand wusste davon. Was ging es sie auch an? Richtig! Nichts. Seltsam wie irre ich nach ihm war.

Als wir uns an diesem Abend trafen, küsste er mich nicht, er erzählte mir keine Geschichten, strich mir nicht durchs Haar und brachte mich nicht zum Lachen. Er stellte mir stattdessen ein Ultimatum.

"Ich hab keine Lust mehr zu warten." Er blickte mir nicht einmal in die Augen als er das sagte. Er starrte an mir vorbei und mir wurde schlecht. "Entweder du schläfst mit mir oder du hast Pesch. Dann mache ich Schluss."

Ich war mir für lange Augenblicke nicht sicher, ob ich wirklich verstand was er da sagte. Ich war wie betäubt. Mir war übel. Die Welt drehte sich, da sie aus ihren Fugen geraten war.

Als ich endlich einen klaren Kopf hatte, verfluchte ich meinen gottverdammten Stolz. "Dann gehe ich wohl jetzt besser." Und ich ging tatsächlich. Ich ging nach Hause. Was heißt ging? ich wankte viel mehr. Ich wollte noch immer nicht recht glauben, was sich da ereignet hatte. Vor der Haustür holte ich tief, sehr tief Luft, schloss auf und spielte meiner Familie das Bild einer vergnügten 15-jährigen vor. Wie gesagt: Manchmal bleibt einem nur die eigene Würde zu wahren...

29.5.11 14:32


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20. November 2007

Drei Wochen lang hat er sich nicht bei mir gemeldet. Die Ironie des Ganzen war nicht, dass er mich geküsst und dann nicht mehr angerufen hat. Die Ironie des Ganzen war, dass er all dies tat oder eher nicht tat, obwohl er bloß zwei Stock werke über mir wohnte und noch immer wohnt.

Drei Wochen war mich ganz flau im Magen. Drei Wochen lang mache ich meine Aufgaben in der Schule, brachte wie gewohnt Glanznoten in meinen Glanzfächern nach Hause, erledigte alles was ich erledigen musste. Von außen musste meine kleine Welt wie eh und je gewirkt haben, aber von innen war dem nicht so.

Nach diesen drei Wochen in denen ich mich immer wieder fragte, ob er mich vergessen hatte oder ich ihm schlichtweg egal war, fing ich langsam an zu zweifeln, ob es wirklich passiert war, ob er mich geküsst hatte, oder ich es mir einfach nur eingebildet habe. Ich zweifelte wirklich an meinem Verstand!

Nach jenen drei Wochen meldete er sich endlich wieder bei mir. Ich ging mit ihm mit und wagte nicht ihm Vorwürfe wegen seines Ausbleibens zu machen. Ich hatte viel zu viel Angst, dass ich ihn verscheuchen könnte.

Es war wie bei unserem ersten Kuss. Wir waren allein, die Luft war kühl. Novemberkälte. Billigerdrehtabak, kalter Zigarettenrauch und nach ihm selbst. Das war der dominierende, der alles beherrschende Duft, der mich regelrecht berauschte.

Ich war nicht glücklich. Ich war selig! "Wenn ich jetzt tot umfalle,", dachte ich bei mir, das weiß ich noch genau "ist es nicht einmal schlimm. Ist die Welt nicht verrückt?"

29.5.11 14:22


27. Oktober 2007

Wir redeten den ganzen Abend miteinander und je dunkler er Abendhimmel wurde, desto näher rutschte er an mich heran. Ich wurde schon ganz durcheinander. Ich konnte mich nicht konzentrieren mit ihm in meiner Nähe. Viel zu nah war er und trotzdem so unglaublich weit weg.

Dann, als der Himmel schwarz war und überall die Sterne funkeltenn beugte er sich zu mir herüber und küsste mich. Er küsste mich! Ich war wie paralysiert. Erstarrt vor Freude, Erregung und Angst etwas falsch zu machen. Das war scchließlich mein erster Kuss!

Drei Kaninchen liefen über die Wiese. Ich konnte ihre Schemen in der Dunkelheit erkennen. In der Ferne hörte ich jemanden sprechen.

"Oh mein Gott!", dahte ich bei mir. "Ich bin so unglaublich glücklich und überall anders dreht sich die Welt weiter."

Dann küsste er mich wieder... und wieder und immer wieder. Irgendwann machten wir uns auf den Weg nach Hause. Er hielt die ganze Zeit meine Hand. Zumindest bis wir V. und Y. begegneten. Sie rauchten. Da ließ er sie los und nahm sie auch nicht mehr.

Als ich mich zu Hause ins Bett legte, rollte ich mich ganz fest zusammen und genoss dieses warme Gefühl in meiner Magengegend. Ich wünschte mir, dass es niemals verschwinden wrde. Niemals! Zu diesem Zeitpunkt erschien er mir noch wie der tollste Mensch der Galaxis.

9.5.11 21:39


Februar - September 2007

Er machte durch sein Verhalten mehr als deutlich, dass er auch Interesse an mir hatte. Wir waren zwei oder drei Mal allein. Er erzählte und ich hörte aufmerksam zu.

Wir saßen nah nebeneinander und ich sog alles was er sagte in mich auf. Ich war schrecklich vernarrt in ihn. Mehr als das - ich war verliebt. Plötzlich berührte er meinen Arm und ich war so erschrocken, euphorisch und aufgeregt, dass ich Gänsehaut bekam.

Ein anderes Mal begegnete ich ihm auf einem Sommerfest. Als ich ihn sah, war sofort alles vergessen. Ich lief zu ihm und sprach ihn an. Ich konnte einfach nicht anders. Als wir an den anderen vorbeigingen, kam sofort ein Spruch von V. Er lief an mir vorbei und ich stellte ihm ein Bein. Er stürtzte.

"Gut gemacht", erwiderte P. grinsend und ich war entzückt.

Gemeinsam gingen wir vom Sommerfest, redeten, alberten herum. Als wir allein waren sprachen wir knapp eine ganze Stunde miteinander ehe er ging. Ich war so glücklich.

11.6.09 21:17


Beginn Januar/Februar 2007

Ein netter Junge, dachte ich mir oft. Natürlich traute ich graue Maus mich nicht raus zu gehen und mit ihm zu reden. Ich dummes Ding war zu feige. Was sonst?

Also ging ich Inline-Skaten. R. stellte ihn mir vor. Ich fand ihn faszinierend. Nett, interesant, anders. Mir war selbstverständlich nicht bewusst was dies für Folgefehler mit sich bringen würde, aber selbst wenn ich es gewusst hätte... Wäre ich ihm dann aus dem Weg gegangen? Ich weiß es bis heute nicht.

"Man siehtdich nie ohne diese Dinger", meinte er einmal lachend zu mir. Er hatte Recht, denn mir war ja nicht klar wie ich ihm sonst hätte begegnen können.

An vielen Tagen traf ich ihn nicht. Enttäuschung. Manchmal ging mein kleiner, dummer Plan auf und ich traf ihn zusammen mit R. und ein paar anderen. Ich war ihr dankbar, dass sie ihn mir vorgestellt hatte.

10.6.09 22:36


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